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Lernen für eine mündliche Prüfung
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Viele Studierende sind, wenn sie in eine mündliche Prüfung
kommen, überzeugt, dass sie den Stoff verstanden haben... und
fallen dann doch durch oder bekommen eine unerwartet
schlechte Note. Das liegt meist an der falschen
Prüfungsvorbereitung. Deswegen hier ein paar Techniken, die
sich bewährt haben:
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In der Gruppe üben
Eine mündliche Prüfung ist ein Gespräch, bei dem man dem
Prüfer den Stoff erklärt. Aus dieser Erklärung schließt der
Prüfer, ob du den Stoff verstanden hast oder nicht. Das
heißt: Es reicht nicht, beim Lesen des Stoffes zu nicken
("ja, verstehe ich"), du musst ihn auch selber jemand
anderem erklären können. Das kannst du am besten in einer
Gruppe üben, wo ihr euch gegenseitig Sach- oder
Prüfungsfragen stellt und beantwortet. (Anmerkung: Ähnlich
wie beim Prof ist es nicht wichtig, ob der andere das Thema
eigentlich schon kennt. Es ist wichtig, ob du es
ihm im Zweifelsfall erklären könntest.)
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Beispielfragen und Prüfungsprotokolle nutzen
Meist gibt es Prüfungsprotokolle (Fachschaft, andere
Studierende). Manchmal stellt der Prof sogar selber
Beispielfragen zur Verfügung. Meist geben Protokolle und
Beispielfragen einen guten Überblick über das, was du für
die Prüfung beherrschen solltest, und welche Art Fragen du
zu erwarten hast. Sie eignen sich außerdem sehr gut, um in
der Gruppe Prüfungssituationen zu üben. Wenn du alle
Beispielfragen flüssig und vollständig so beantworten
kannst, dass die anderen dich verstehen, dann bist du in der
Regel auch für die Prüfung bereit.
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Inhaltsverzeichnis anlegen
Detailwissen ist sinnlos, wenn du die Details nicht
miteinander verbinden kannst. Insbesondere mündliche
Prüfungen testen meist zuerst den Überblick, die
Zusammenhänge, und erst danach die Details. Du brauchst also
einen Überblick über den Stoff, eine Struktur, in die du all
das Detailwissen einordnen kannst. Diesen Überblick kannst
du dir erarbeiten, indem du dir selber ein
Inhaltsverzeichnis über den gesamten Stoff deiner Unterlagen
zusammenstellst. Ordne es nach Themen. Schreib nicht einfach
das Inhaltsverzeichnis des Skripts ab.
- Geh den Stoff durch und male dir die Themenstruktur
auf einen Zettel.
- Geh die Übungen durch und ordne jede Aufgabe in dein
Themenverzeichnis ein. Schreib zu jeder Aufgabe dazu, was
der Kernpunkt der Lösung ist.
- Schreibe eine Zusammenfassung des gesamten Stoffes und
verdichte sie solange, bis sie auf ein bis zwei
handschriftliche DIN-A4-Seiten passt.
- Halte einem freiwilligen Opfer einen Überblicksvortrag
über den gesamten Stoff und über jedes Teilthema.
- Geh den Stoff noch einmal durch und schreib dir für
jedes Teilthema bekannte oder eigene Beispielfragen
auf.
- Nimm die Fragen, die du dir aufgeschrieben hast, zum
Üben in der Gruppe (siehe oben). Idealerweise werden sich
die anderen Gruppenmitglieder auch Fragen aufgeschrieben
haben, auf die du selber nicht gekommen bist.
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"Spickzettel" zusammenstellen
Selbstverständlich sollst du in einer Prüfung weder
täuschen, noch dich auf einen Spickzettel verlassen. Wenn du
dir den Zettel jedoch nicht für die Prüfung, sondern für die
Prüfungsvorbereitung zusammenstellst, dann hilft dir das,
die wichtigsten Themen und Details zu erkennen, also die
Dinge, die du in der Prüfung unbedingt wissen
musst. Leg dir also ruhig einen Spickzettel an, lass ihn
aber am Prüfungstag zuhause.
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