Google 2.0 – Eyetrackergestützte Verbesserung von Suchergebnisdarstellungen
2010-10-01

Lehrpersonen


Dozent(in)

Formalia


Zielgruppe
  • Komedia Bachelor
Voraussetzungen
  • Grundlagen in Mensch-Maschine-Interaktion

Beschreibung


Google stellt seine Suchergebnisse normalerweise in dem bekannten Format aus Titel, einer Kurzzusammenfassung und der URL dar. Seit kurzer Zeit werden auch Bilder, die auf einer jeweiligen Seite gefunden wurden, mit dem Suchergebnis angezeigt. Optional dazu können mehr Bilder oder Vorschaubilder der Ergebnisseiten eingeblendet werden. Mit dieser Präsentation von Ergebnissen soll es dem Benutzer ermöglicht werden herauszufinden, ob eine gefundene Seite zur Anfrage passt, ohne die Seite selbst betrachten zu müssen.

Bei früheren Eyetracker-gestützten Untersuchungen der Google-Ergebnisseite wurde festgestellt, dass Benutzer typischerweise nur die ersten Suchergebnisse betrachten – mit starker Tendenz zu denen, die auf die erste Bildschirmseite passen. Google-User scrollen offensichtlich nicht gerne. Hier besteht also ein Spannungsfeld: Auf der einen Seite wäre es gut, möglichst viele Suchergebnisse auf der ersten Seite zu präsentieren. Dazu müssen die Suchergebnisse allerdings auf sehr kleinem Raum präsentiert werden. Idealerweise wäre das je Seite ein Wort, das auf die entsprechende Seite verlinkt. Auf der anderen Seite wäre es gut, dem Benutzer ausreichend viel Informationen anzubieten, damit er die Güte der Treffer einfacher prüfen kann. Das sind, je nach Ziel der Suche, unterschiedliche Informationen, in jedem Fall aber sicherlich mehr als eine laufende Nummer. Man muss also abwägen zwischen der Menge der Informationen, die pro Treffer präsentiert werden, um dem Benutzer die Entscheidung zu erleichtern, und der Menge der Ergebnisse, die ihm auf der ersten Bildschirmseite präsentiert werden.

Darüberhinaus hat Google nun neue Unterstützungsfunktionen für die Suche bereitgestellt, wie z.B. die Timeline, Related searches und das Wonder wheel.

Ziel dieses reinen Komedia-Praxisprojekts ist, in einem ersten Schritt die unterschiedlichen Ergebnisdarstellungen darauf zu untersuchen, wie gut sie die Begutachtung der Suchergebnisse und der anderen Unterstützungsfunktionen durch den Benutzer ermöglichen. Zu diesem Zweck sollen die Augenbewegungen von Benutzern mit einem Eyetracker bei den jeweiligen Gestaltungsvarianten untersucht werden.

In einem zweiten Schritt sollen die Teilnehmer dann eine eigene Variante entwerfen und diese mit den Google-Standards vergleichen.