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Vergebene Diplomarbeit:
Semantische Annotation und Retrieval von Emails zur Unterstützung
wissensintensiver Prozesse
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Betreuer
Bearbeiter
Formalia
- Zielgruppe
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- DAI Hauptstudium: Bereich "E"
- Voraussetzungen
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- Fähigkeit im Lesen und Verstehen
englischer wissenschaftlicher Publikationen
(notwendig)
- Fähigkeit und Interesse, sich in neue
theoretische und praktische Aspekte einzuarbeiten
- Vorlesung Data Mining oder Information Retrieval
(notwendig)
- Erfahrung in der Programmierung mit Java (absolut
notwendig)
Aufgabenstellung
Heutige Knowledge Management-Systeme bilden Unternehmensprozesse in Form
von Workflows und Geschäftsprozessen ab. Diese formalisieren
Unternehmensprozesse
wie z.B. die Aufnahme eines neuen Geschäftskontaktes oder die Beschaffung neuer
Hardware. Derartige Prozesse sind in einzelne Aufgaben unterteilt, von denen
einige, die so genannten wissensintensiven Aufgaben, die kontext- und
prozessabhängige Bereitstellung der zur Entscheidungsfindung nötigen Information
erfordern. Innerhalb dieser wissensintensiven Aufgaben entstehen
Informationsbedürfnisse, die von so genannten Informationsagenten gestillt
werden sollen. Diese Informationsagenten stellen dabei Anfragen an das
Organizational Memory, der Ansammlung des gesamten Wissens einer Organisation
[Abecker/etal:00]
.

In Untermehmensprozessen nehmen Emails eine wichtige Rolle ein, weswegen wir
uns in dieser Diplomarbeit mit dem so genannten Inbox-Szenario und
wissensintensiven Prozessen beschäftigen wollen. Im Inbox-Szenario werden
eingehene Emails und deren weitere Verarbeitung betrachtet. So können eingehende
Emails bestimmten Problemklassen zur (automatischen oder manuellen)
Weiterverarbeitung vorgelegt werden. So kann in einem Helpdesk-Szenario
automatisch bestimmt werden, ob eine Email einer sofortigen Bearbeitung bedarf
oder nicht. In diesem Sinne würden Emails also einen
Geschäftsprozess anstossen. Ferner kann das Email-Archiv
für wissensintensive Aufgaben als Informationsquelle abgerufen werden
[Frommholz/Fuhr:06b]
. Zur Unterstützung beider Fälle sollen eingehende
Emails mittels Methoden der Email-Kategorisierung und Informationsextraktion
semantisch annotiert (d.h. als Instanzen von Klassen einer Ontologie
identifiziert
[Handschuh/Staab:03]
), indexiert und mit zusätzlicher Information angereichert werden,
bevor sie in der Inbox abgelegt werden. Dabei kann Kontextinformation wie
z.B. die Verknüpfung von Personen zu Firmen benutzt werden.
Die Diplomarbeit umfasst daher folgende Schritte:
- Aufarbeitung der Literatur
- Analyse der Demo-Daten und Aufbau einer Beispielontologie (in
Zusammenarbeit mit der d.velop AG, siehe unten)
- Anwendung von Informationsextraktions- und Kategorisierungsverfahren zur
semantischen Annotation und Kategorisierung von Emails
- Definition von beispielhaften wissensintensiven Aufgaben
- Entwurf, Anwendung und Evaluation semantischer Suchalgorithmen für
wissensintensive Aufgaben, unter Berücksichtigung des Prozesskontexts
Die Diplomarbeit wird in Zusammenarbeit mit der d.velop AG
durchgeführt werden. d.velop wird Demo-Firmendaten und Emails zur Verfügung
stellen, beim Aufbau einer Ontologie und bei der Definition von
beispielhaften wissensintensiven Aufgaben behilflich sein.
Literatur
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Andreas Abecker; Ansgar Bernardi; Knut Hinkelmann; Otto Kühn; Michael Sintek (2000).
-
Context-Aware, Proactive Delivery of Task-Specific Knowledge: The KnowMore Project. International Journal on Information System Frontiers (ISF) 2((3/4))
-
Ingo Frommholz; Norbert Fuhr (2006).
-
KI-Methoden zur Email-Archivierung -- Technologische Studie zum "Inbox-Szenario".
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Siegfried Handschuh; Steffen Staab (Hrsg.) (2003).
-
Annotation for the Semantic Web. , IOS Press
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