ASDL:Einführung und Motivation
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Endbericht des ASDL-Projekts
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Ausgangslage
Benutzer, die sich auf der Suche nach Informationen begeben, stehen meist vor dem Problem der geeigneten Suchstrategie. Ist zunächst eine Informationsquelle gefunden (z.B. eine digitale Bibliothek), wird der Benutzer mit der Problematik der Suchanfrage konfrontiert. Das Finden von erfolgsversprechenden Suchbegriffen bzw. Taktiken und Vorgehensweisen ist nicht immer einfach. Daher wäre es wünschenswert, wenn das Suchsystem selbst auf die Bedürfnisse des Benutzers eingehen könnte und diesem entsprechend hilfreich zur Seite steht.
Stand der Technik
Adaptive Systeme fanden in den letzten Jahren vermehrt Einzug ins World Wide Web. Heute übernehmen derartige Mechanismen z.B. Marktforschungsaufgaben und Marketingentscheidungen. Das Verfahren der Benutzerprofilerstellung fand auch im Alltag (z.B. in Form von Payback-Karten) Einzug. Die Vielzahl von Verwendungsmöglichkeiten die sich aus der Gewinnung von Kundeninformationen ergeben, scheinen schier unendlich. Das Abwägen zwischen hilfreichen (z.B. kundenspezifisches Marketing) und störenden Faktoren (z.B. der gläserne Kunde) fällt hierbei nicht immer leicht.
Im Bereich der digitalen Bibliotheken sind die Datenvolumina rapide angestiegen. Ein Durchdringen des Datenbestandes stellt den Benutzer vor eine gradezu unlösbare Aufgabe. Daher fanden in den letzten Jahren suchunterstützende Systeme immer größeren Zuspruch. Die Systeme analysieren hierbei den Benutzer bzw. die Interaktion des Benutzers mit dem System und unterbreiten hilfreiche Vorschläge. Zur Anwendung kommen hierbei Verfahren wie z.B. CBR, Fuzzy-Logik oder auch Semantic Web.
Motivation
In den Zeiten von Payback-Karten und Personenüberwachungssystemen strömt eine ungeheure Informationsflut auf unsere IT-Systeme ein. Analyseprogramme verarbeiten die gewonnen Daten, um umfassende Benutzerprofile über Benutzer erstellen zu können. Hierdurch ist es möglich, Interaktionsflächen auf die Bedürfnisse des Benutzers - noch zur Laufzeit - anzupassen. Dies bietet dem diesem ein Höchstmaß an Komfort (Usability) und steigert zudem die Zufriedenheit. Durch die Anpassung des Systems an den Benutzer, können Programme z.B. einzelne Nutzer zu ihren Zielen geleiten, oder in „kritischen“ Situationen Hilfestellung anbieten bzw. weitere Vorgehensweisen aufzeigen.
Auch im Bereich der digitalen Bibliotheken (Daffodil) soll der Benutzer möglichst gut bei seinem Suchvorgang unterstützt werden. Verschiedene Verfahren sollen dem Benutzer verbesserte Suchanfragen unterbreiten bzw. auf sein "Fehlverhalten" hinweisen. Ziel ist es, unter Beteiligung von Benutzer und System interaktiv eine Suchstrategie zu entwickeln, mit deren Hilfe der Benutzer sein Informationsbedürfnis möglich effizient und effektiv befriedigen kann. Er sollte dabei vor Frustration durch Sackgassen bewahrt werden.
Aufgabenstellung
Ziel des Praxisprojektes ist die Entwicklung und Implementierung einer adaptiven Suchunterstützung für digitale Bibliotheken in das Daffodil-System der Universität Duisburg-Essen. Die Umsetzung soll in Form eines weiteren Daffodill-Tools erfolgen.
Das Tool soll dem Benutzer bei „problematischen“ und „kritischen“ Situation hilfreich zur Seite stehen. Dies ist nach wissenschaftlichen Untersuchungen vorwiegend daher von Nöten, da eine Vielzahl von Benutzern auf suboptimale bzw. zielkonträre Suchtaktiken zurückgreift. Das Vorschlagswerkzeug soll situativ passende Vorschläge für weitere Aktionen unterbreiten und sich adaptiv an das Benutzerverhalten sowie die „Systemumgebung“ anpassen.
