IKommHelp:P&E Content

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2. Planung und Entwurf

2.2. Content



Contents

1. Ist-Zustand zu Beginn des Projektes

Zu Beginn des Projektes existierte eine statische Hilfe, die von Daffodil aus in einem externen Browserfenster geöffnet werden konnte (siehe alte Hilfe). Sie bestand aus englischem Text und Screenshots, welche die einzelnen Werkzeuge von Daffodil erklärten. Der User musste das gewünschte Werkzeug jeweils einzeln aus einer Liste auswählen und konnte sich nicht linear durch die Abfolge klicken. Diese Art der Hilfeleistung war für Personen gedacht, die schon in gewissem Umfang mit dem Programm vertraut sind, aber noch spezielle Fragen zu einzelnen Themen haben. Sie war nicht dafür geeignet, Erstbenutzern eine ihrem Verständnis gerechte Einführung zum Umgang mit Daffodil zu geben. Daher haben wir uns zusammen mit den Projektleitern Gedanken darüber gemacht, wie man diesen Zustand ändern könnte.

2. Zielbestimmungen

Auf Grund der oben genannten Defizite ist das vorrangige Ziel des Projektteams, eine für Personen, die über wenig Erfahrungen im Umgang mit dem Programm verfügen, geeignete Hilfestellung zu erschaffen. In dieser soll der 'Anfänger' durch die verschiedenen Werkzeuge des Programms und durch beispielhafte Operationen geführt werden. Auf diesem Wege soll er die Arbeitsweise von Daffodil kennenlernen. Erfahrenere Benutzer ('Fortgeschrittene') sollen zusätzlich ins Detail gehende Möglichkeiten und Techniken, welche Daffodil ihnen bietet, vorgeführt bekommen. Zusätzlich soll ein kurzes Präsentationsvideo und eine längere Guided- Tour in Form eines Videos erstellt werden.


2.1. Hauptaufgaben

Wir stellten uns drei Hauptaufgaben. Diese bestanden in der Erstellung einer statischen Hilfe in der deutschen und der englischen Sprache, in der Realisierung eines Präsentationsvideos und in der Präsentation einer Video-Guided-Tour, welche zunächst durch einen deutschen Sprecher, in der Zukunft aber auch in weiteren Sprachen, geführt werden sollte. Die Guided-Tour soll mit dem Java Media Framework abgespielt werden.


2.2. Kriterien

Die innerhalb der Gruppe erarbeiteten und zu beachtenden Kriterien gestalteten sich wie folgt: Es sollte ein statisches, interaktives Tutorial, eine Hilfe zum Durchklicken, verwirklicht werden. Die statische Hilfe sollte innerhalb einer Baumstruktur angelegt werden, damit der User effektiv innerhalb der Hilfe navigieren kann. Auch der Index sollte kapitelweise getrennt erscheinen. Das Hilfetool sollte in einem eigenem Fenster unten rechts im Bildschirm erscheinen, währenddessen der User aktiv weiterarbeiten kann. Weiterhin sollte ein Tutorial in Form eines Videos vorhanden sein. Zu Beginn des Programms sollte der User wählen können, ob er das Einführungstutorial sehen möchte oder nicht. Es sollte ihm nicht aufgezwungen werden. Auch sollte das Video pausieren können, damit der User auf Wunsch die gezeigten Schritte parallel zum Video selber ausprobieren kann. Das Fortsetzen des Videos sollte durch das Drücken eines „Weiter“- Buttons gewährleistet werden.

3. Produkt-Einsatz

3.1. Anwendungsbereiche

Die statische Hilfe und das Video- Tutorial von Daffodil sollen sowohl im wissenschaflichen, als auch im privaten Bereich Anwendung finden.


3.2. Zielgruppen

Vorerst wird aufgrund der inhaltlichen Auslegung von Daffodil (Informatik als Hauptthemen in den Bibliotheken) damit gerechnet, dass hauptsächlich Informatiker, Mitarbeiter von Informatik-Lehrstühlen, Professoren und Studenten, die mit dem Fachbereich in Kontakt treten, die Anwendung Daffodil und auch die Hilfe-Werkzeuge in Anspruch nehmen werden. Eine Ausweitung auf andere Fachbereiche ist jedoch geplant und erwünscht.



4. Arbeitsaufteilung

Zur effektiveren Arbeit wurde beschlossen, die Content-Gruppe der Aufgabenstellung entsprechend in Kleingruppen aufzuteilen. Die zwei Hauptgruppen kristallierten sich schon hier heraus.

a) Die Aufgaben der Gruppe 'Statische Hilfe' waren: das Erstellen von Storyboards zu den einzelnen Tools, das Erstellen von Screenshots für das statische Hilfemenü, das Hinzufügen von Texten begleitend zu den Screenshots (in Deutsch und Englisch) und das Erstellen von Tooltips zu den einzelnen Werkzeugen, d.h. kurze Erklärungen, die erscheinen, wenn der User mit dem Mauszeiger über das Werkzeugsymbol in der Werkzeugleiste fährt. Schließlich sollte die statische Hilfe implementiert werden. Übergeordnetes Ziel war die Erstellung der einzelnen Inhalte für die statische Hilfe.

b) Die Aufgaben der Gruppe 'Hilfevideo' waren: das Erstellen eines Storyboards zum Videoablauf, das Erstellen von Screenshots zu den einzelnen Tools, die Aufnahme von Videosequenzen (z.B. Mausbewegungen) mit Morae, die Bearbeitung von Mediadaten mit Hilfe von Premiere, die Auswahl des Videoformates und des Codecs, das Erstellen von Texten für die Sprachaufnahmen, die Aufnahme und Bearbeitung vom Sprechertext für Guided-Tour in Audacity und das Rendern des Videos in gewünschtem Format mit Codec. Hier war das übergeordnete Ziel die Erstellung eines 10 minütigen Guided Tour- Videos. Dieses Video sollte sich in das Daffodil-Programm integrieren lassen. Außerdem sollte es zu einem Video von 2 Minuten Länge kürzbar sein, um es anschließend als Präsentationsvideo für Vorträge nutzen zu können.

c) Eine gemeinsame Aufgabe beider Gruppen war die Erneuerung/ Modernisierung der in Daffodil benutzten Icons. Die alten Icons von Daffodil waren teilweise für den User nicht zu gebrauchen. Laut Umfragen der Evaluationsgruppe konnten die User die Icons nicht mit den dahinterstehenden Werkzeugen in Verbindung bringen. Daher wurden die entsprechenden Werkzeuge nicht benutzt. Daraufhin wurde von der Projektgruppe eine Liste mit Verbesserungsvorschlägen erstellt. Über die geeignetesten Icons wurde abgestimmt und ausgewählte User wurden von der Evaluationsgruppe noch einmal, in Bezug auf Tauglichkeit der neuen Icons, befragt.

5. Vorgehen

5.1. Test der in Frage kommenden Software

Zunächst wurde die in Frage kommende Software getestet. Die gesamte Content-Gruppe wurde hierzu in 3 Kleingruppen mit jeweils 3 x 3 Personen zur Untersuchung der technischen Möglichkeiten eingeteilt. Gesucht wurde das bestgeeigneteste Programm, mit dem der Content erstellt werden konnte. Getestet wurden:

a) Turbo- Demo (http://www.turbodemo.com) (getestet von: Markus Burkhardt, Jenna Oste, Marion Steinkamp)

Beim Testen war es direkt möglich einen kleinen Film mit unterlegter Tonspur zu erstellen. Das Programm bietet dabei z.B. die Möglichkeiten Vor- und Zurückbuttons, Frage-Antwort-Spiele und Verständnisabfragen (Fragen mit Anklickmöglichkeit des richtigen Feldes) einzubauen. Die einzelnen Filme könnten in einen Überbau gepackt werden, so dass man eine Kapitelauswahl hätte. Turbo- Demo bat sich als Programm für einen Film zu Daffodil jedoch nicht an, da nur Testversionen als Freeware zur Verfügung stehen und sich ein Originalprogramm zu kostenintensiv verhält.

b) Morae (http://www.techsmith.com/products/morae/default.asp) Usability-Tool von Herrn Ziegler (getestet von: Ivonne Flischer, Nicole Sträfling, Morten Strüwe)

Ein Testvideo konnte problemlos aufgenommen werden. Am Anfang ließ sich das Fenster mit der Personenaufnahme durch eine Webcam nicht ausblenden. Dieses Problem konnte aber behoben werden. Aufgenommene Filme müssen allerdings mit Premiere nachbearbeitet werden, da sie nur mit einem eigenen Codec abspielbar sind und im Morae Manager nur grob geschnitten werden können. Außerdem ist es nicht möglich Screenshots in Morae zu erstellen bzw. zu importieren. Das Programm ließ sich bei Daffodil gut benutzen und verlangsamte die Performance von Daffodil nicht. Wir haben uns für dieses Programm entschlossen, da eine Originalversion an der Uni vorhanden war und wir somit kein kostenintensives Programm kaufen mussten.

c) VNC 2 SWF (http://www.realvnc.com/) Virtual Network Computing (getestet von: Stefanie Kasten, Katharina Rohr, Katharina Thiemann)

VNC ermöglicht es, von einem Computer oder einem mobilem Gerät über das Internet, auf den Desktop eines anderen Computers zuzugreifen und mit ihm zu interagieren. Dabei sollte das Programmpaket vnc2swf zum Einsatz kommen, welches die Bilddaten von einem VNC-Server abgreift und in einer Flash-Datei abspeichert. Mit dieser Software sollten Anwendungen von Daffodil aufgenommen und für einen Hilfe-Film benutzt werden. Das Programm ließ sich nur schwerlich installieren. Dazu kam das Problem, dass die verwendeten Linux-Computer nicht mit dem benötigten Flash-Player kompatibel waren und man somit ausschließen konnte, dass alle Daffodil-Nutzer die Videos abspielen können. Aus diesen Gründen wurde das Programm nicht weiter verwendet.


Das Ziel dieser Untersuchung war es, Testfilme mit dem jeweiligen Aufnahmegerät (a, b, c) erzeugen und dabei drei gleiche Werkzeuge aufzunehmen. Auch sollte ein ausschaltbares Video erzeugt werden, inklusive Sound und Informationstexten.


5.2. Erstellen von Storyboards

Auschnitt Storyboard Seachtool
Auschnitt Storyboard Seachtool

Die Content Group wurde erneut in Kleingruppen eingeteilt, welche jeweils zu einem Tool ein Storyboard erstellten. Die Storyboards, sequenzielle Bilderfolgen, welche Konzepte für die statische Hilfe visualisierten, gaben einen ersten Ausblick, in welche Richtung sich die statische Hilfe entwickeln würde. Am 30.11.2005 wurden exemplarische Storyboards zu den ersten Werkzeugen, wie z.B. dem Search-Tool (s. Abbildung rechts), vorgestellt. Die Storyboards bildeten die Grundlage zur Erstellung der statischen Hilfe. Zusammen mit der Programmiergruppe wurden jetzt die Standards wie Größe der Screenshots, einheitliches Aussehen, etc. festgelegt.


5.3. Durchführung Gruppe: statische Hilfe

Wieder wurde die 'statische Hilfe-Gruppe' aufgeteilt, jedem Mitglied wurde ein Werkzeug zugewiesen, zu welchem es nach den erarbeiteten Maßgaben (siehe Storyboard) die statische Hilfe auf deutsch und auf englisch erstellten sollte. Hier die Unterteilungen (deutsch):

Suchwerkzeug (Katharina Rohr/Stefanie Kasten)

  • Einführung
  • Suchfilter
  • Anfrageformular
  • Suchergebnisfeld
  • Während der Suche
  • Ergebnisliste
  • Blättern und Filtern
  • Symbole
  • Detailansicht
  • Extrahieren
  • Metadaten-Reiter

Co- Author Network (Stefanie Kasten/Katharina Rohr)

  • Autorenbeziehungen
  • Einführung
  • Eingabezeile
  • Autorenliste
  • Beziehungsgraph
  • Direkte Nachbarn
  • Einschränkung nach Tiefe
  • Sortierung nach Alphabet oder Zentralität

Zwischenablage (Stefanie Kasten/Katharina Rohr)

  • Einführung
  • Beförderung von Dokumenten in die Ablage
  • Dokumentenansicht in der Ablage
  • Optionen in der Zwischenablage

Journale und Konferenzbände (Morten Strüwe)

  • Einführung
  • Titel nach einem bestimmten Begriff filtern
  • Betrachten des Journals
  • Konferenzwerkzeug

Thesaurus (Jenna Oste)

  • Einführung
  • Thesaurus starten
  • Während der Suche
  • Begriffe
  • Weitere und Engere Begriffe
  • Drag and Drop
Entwürfe für das Willkommens-Logo
Entwürfe für das Willkommens-Logo
Statische Hilfe in Englisch
Statische Hilfe in Englisch

Persönliche Handbibliothek (Katharina Thiemann)

  • Einführung
  • Buttonleiste
  • Externe Webseite speichern
  • Suchergebnisse speichern
  • Anmerkungen lesen/schreiben
  • Detailansicht

Zusätzlich wurden folgende Punkte erarbeitet:

Willkommen

Arbeitsoberfläche

  • Einführung
  • Werkzeugleiste
  • Drag and Drop
  • Kontextmenü
  • Einstellungen

Klassifikationen

  • Einführung

Andere Werkzeuge

Alle Punkte der statischen Hilfe wurden jeweils auch in englisch erstellt (siehe Abbildung).


5.4. Durchführung Gruppe: Hilfevideo

Kurzes und allgemeines Storyboard unserer interaktiven Hilfe
Kurzes und allgemeines Storyboard unserer interaktiven Hilfe
Ein Beispiel für einen eingefügten Screenshot
Ein Beispiel für einen eingefügten Screenshot
  • Storyboard

Zunächst wurde ein grobes Storyboard für den Ablauf des Hilfevideos erstellt, an dem wir uns bei der Videoerstellung orientieren konnten.

  • Screenshots

Der nächste Schritt bestand darin, Screenshots im Tiff-Format für die Tools Conferences, Journals, Co- Authors Network, Cliboard, Thesaurus, PLib, Searchtool in einem einheitlichen Design zu erstellen. Dabei wurde immer die gesamte Daffodilarbeitsfläche aufgenommen. Diese Screenshots würden später als statische Bilder in das Video eingebaut werden. Die Blickführung des Users sollte dabei durch Markierungen, wie farbig unterlegte Eingabefelder, erfolgen, die sich durch das gesamte Video ziehen und die einzelnen Schritte der Toolfunktionen in der Hilfe markieren.

  • Morae

Mit dem Morae Recorder wurden Bewegungsabläufe mit der Maus am Bildschirm aufgenommen. Diese Bewegungsabläufe zeigen welche Schritte der User bei der Benutzung der Tools in Daffodil durchgehen kann. Die daraus resultierenden Dateien wurden in den Morae Manager importiert, grob geschnitten und dann als Avi-Datei exportiert. Die Bewegungsaufnahme wurde für jedes Tool durchgeführt, so dass am Ende einzelne AVI-Filme zur weiteren Verarbeitung zur Verfügung standen.

  • Bearbeitung von Mediadaten in Adobe Premiere

Als nächster Schritt erfolgte der Import der in Morae erzeugten AVI-Filme und der erstellten Screenshots in Adobe Premiere. Die einzelnen AVI-Filme wurden nachbearbeitet, nochmals geschnitten und schließlich mit den Screenshots zusammengefügt und aufeinander abgestimmt. Später wurden noch ein orangener Pfeil und ein dynamischer Kreis, welche vorher in Photoshop erstellt wurden, in den Film eingefügt. Diese zwei Elemente dienen als zusätzliche Unterstützung zum Verständnis und zur Bedienung des Hilfesystems.

  • Videoformat und Codecauswahl

Da die Video-Guided-Tour mit dem Java Media Framework abgespielt werden soll, mussten einige Vorgaben beachtet werden. Das JMF spielt nicht alle Videoformate ab, sondern nur AVI und Quicktime und es akzeptiert nur ältere Codecs Yuv, Cinepak oder JPEG. Da nur die älteren Codeces von JMF akzeptiert werden, ist die Komprimierungsrate dementsprechend nicht sehr groß. Um dennoch ein gut verständliches Video mit den für JMF benötigten Vorgaben zu bekommen, muss man Abstriche in der Qualität oder aber eine große Dateigröße hinnehmen. Um den Usern trotz großer Daten eine annehmbare Wartezeit für das Abspielen des Videos zu gewährleisten, sollte das Video streamingfähig sein. Um ein streamingfähiges Video zu erstellen benötigten wir eine Quicktime Pro Version.

Das Präsentationsvideo sollte eine möglichst gute Qualität haben. Da das Präsentationsvideo von institutseigenen Laptops abgespielt wird, spielt die Dateigröße und der Codec eine untergeordnete Rolle. Hierbei konnten wir zu neueren Codecs greifen um ein entsprechend gutes Ergebnis zu erzielen.

  • Erstellen von Texten

Anhand einer Beispielsuche wurden Texte für die Sprachaufnahme zur Erklärung der einzelnen Tools geschrieben. Da das Video barrierefrei erstellt werden sollte, waren nicht nur Sprachaufnahmen, sondern ebenfalls statische Texte nötig, die in das Video integriert werden sollten. Bei diesen Texten haben wir uns an die Beschreibungen der statischen Contentgruppe gehalten. Die statischen Texte wurden direkt in Premiere eingefügt und formatiert.

  • Aufnahme und Bearbeitung von Sprechertext für Guided-Tour in Audacity

In Audacity wurden die erstellten Sprechertexte, die die einzelnen Tools beschreiben, über ein Mikrofon aufgenommen und als Mp3-Datei abgespeichert. Damit der Ton in einer angemessenen Qualität vorliegt, wurde dieser mit Filtern normalisiert und das Rauschen entfernt. Dann wurden die Tonaufnahmen in Premiere importiert, geschnitten und mit den Videosequenzen synchronisiert.

  • Rendern des Videos in gewünschtem Format mit Codec

Um ein streamingfähiges Video zu erstellen, fehlte uns eine Quicktime Pro Lizenz. Aber mit Hilfe des AVMZ in Essen konnten wir unser Video in das benötigte Videoformat mit dem vom JFM akzeptierten Codec kodieren. Das fertige Video musste dann nur noch eingebunden werden.


Zur Gesamtübersicht: Abschlussbericht Praxisprojekt IKommHelp Wintersemester 2005/2006 Gruppe 1

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