Rework:OntologieEntwurf
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Entwurf der Ontologie
Die Ontologie soll das Wissen über das Anwendungsgebiet repräsentieren. In diesem Fall soll ein Annotationssystem für eine Digitale Bibliothek modelliert werden.
Annotierbare Objekte
Da ein Annotationssystem entwickelt werden soll, hat man Objekte, die man annotieren möchte. Die Klasse AnnotableObjekt steht für diese Objekte. Alle Instanzen von AnnotableObjekt können grundsätzlich annotiert werden. In einer Digitalen Bibliothek gehören zu den annotierbaren Objekten natürlich Dokumente (Klasse Document) und Teile (z.B. Abschnitte von Dokumenten) (Klasse Selection). Auch die Autoren (Klasse Person) oder die Ordner der Persönlichen Bibliothek von Daffodil (Klasse Folder). Außerdem lassen sich Dokumente und Annotationen bestimmten Themen (Klasse Topic) zuordnen. Um Diskussionen zuzulassen, ist es wichtig auch Annotation selbst wieder annotieren zu können (Klasse Annotation).
Klasse Annotation
Jede Annotation wird mit allen Eigenschaften als Instanz der Klasse Annotation repräsentiert. Die verschiedenen Annotationstypen sind Unterklassen von Annotation. (Vgl.: Untere Ontologie). Eine Annotation hat immer ein Source-Objekt, welches durch die Annotation annotiert wird und kann Target-Objekte haben, auf die sich die Annotation bezieht. Dadurch können sie ähnlich verwendet werden wie Beziehungen. Es lässt sich so ausdrücken, dass ein bestimmtes Dokument (Source) ein Beispiel (Annotationstyp) für eine bestimmte Behauptung (beschrieben in einem Dokument) (Target) ist. Eine andere Person kann aber so auch anderer Meinung sein und dasselbe Dokument (Source) als Gegenargument (Annotationstyp) für ein anderes Dokument (Target) bezeichnen. Trotzdem sind diese Annotationen aber noch annotierbar, da sie keine Eigenschaften sind sondern Instanzen der Klasse Annotation sind.
Annotationstypen
Da sich die benötigten Annotationstypen von Anwendungsgebiet zu Anwendungsgebiet und von Thema zu Thema stark unterscheiden können, besteht die Ontologie aus zwei Teilen. Die obere Ontologie definiert alle allgemeinen Konzepte (Unterklassen von AnnotableObject), die für alle Benutzer gleich sind. Die untere Ontologie (Unterklasse von Annotation) können ausgetauscht oder nachgeladen werden - je nach Anwendungsfall.
Um Annotationen besser kategorisieren zu können und sie für eine Suche besser nutzen zu können, kann man die obere Ontologie noch erweitern. Beispielsweise kann man versuchen die einzelnen Annotationstypen (als Unterklassen von Annotation) noch sinnvoll zusammenzufassen. Ein Beispiel dafür sind die Sprechakte nach Searle (vgl. Literatur). Aus pragmatischen Gründen und aufgrund der kleinen Projektgruppe und der zur Verfügung stehenden Zeit haben wir darauf erst einmal verzichtet und als untere Ontologie geläufige Annotationstypen ausgewählt. Die in der Grafik gezeigten Annotationstypen sind jedoch nur eine Auswahl von Annotationstypen.
Darstellungsarten (Sign)
Da es viele Möglichkeiten gibt etwas zu markieren, unterschiedet sich oft die Darstellungsart eines Annotationstyps von Person zu Person. Beispielsweise wird einmal eine Definition gelb mit einem Markierstift hervorgehoben, einmal mit einem senkrechten Strich am Rand markiert. Daher soll der Benutzer entscheiden können, wie ein bestimmter Annotationstyp im Dokumentbetrachter dargestellt wird. Unabhängig von der Darstellungsweise beim Autor. Die Darstellung soll nur vom Annotationstyp und den Einstellungen des Benutzers abhängen.
Die verschiedenen Darstellungsarten werden durch die Klasse Sign und Unterklassen beschrieben. Es werden drei Darstellungsarten unterschieden. Graphische Darstellungsarten (Klasse GraphicalSign), textuelle Darstellungsarten (Klasse TextualSign) und referenzielle Darstellungsarten (Klasse ReferencingSign). Die Eigenschaft javaClass gibt die Java-Klasse an, die für die Darstellung im Dokumentbetrachter verantwortlich ist. Neue Darstellungsarten lassen sich so leicht hinzufügen, indem man eine neue Unterklasse von Sign und eine Java-Klasse für die Darstellung erstellt. Wird nun ein Annotationstyp mit einer Darstellungsart verknüpft (Eigenschaft hasSign), so kann eine Annotation automatisch an die angegebene Java-Klasse weitergereicht werden. Die Annotation wird dann von der Klasse in der gewünschten Weise im Dokumentenbetrachter dargestellt.
Hinweise
Eine kurze Beschreibung der wichtigsten Klassen und Eigenschaften der Ontologie ist hier zu finden. Im Rahmen des Projektes ist es nicht möglich, alle Ideen zu verwirklichen. Dazu gehört insbesondere die benutzerspezifische Darstellung von Annotationen durch Verwendung von Unterklassen des Konzepts Sign. (Abschnitt Darstellungsarten (Sign)). Die im Rahmen dieses Projekts eingesetzte Ontologie befindet sich hier. Die Ontologie als OWL-Serialisierung gibt es hier.
Literatur und Links
- Scholarly Ontologies Projekt
- Modelling Naturalistic Argumentation in Research Literature: Representation and Interaction Design Issues
- A Network-Based Approach to Text Handling for the Online Scientific Community
- John R. Searle: A classification of illocutionary acts
- How to Incorporate Collaborative Discourse in Cutural Digital Libraries
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